user_mobilelogo

Weiterlesen: Mitschnitt der Redebeiträge - Demo 7. Mai 2016Rund 150 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner protestierten am 7. Mai 2016 auf dem Marktplatz von Philippsburg und mit einer Demo zum Atomkraftwerk gegen den Weiterbetrieb der EnBW-AKWs Philippsburg II und Neckarwestheim II.
Hier im Artikel könnt Ihr die Redebeiträge von Harry Block (Karlsruhe) und Herbert Würth (Neckarwestheim) nochmals nachören.

* Ein Oxymoron ist eine rhetorische Figur, bei der eine Formulierung aus zwei gegensätzlichen, einander widersprechenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen gebildet wird (Wikipedia).
Weiterlesen: Rund 150 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner protestierten heute auf dem Marktplatz von Philippsburg und mit einer Demo zum Atomkraftwerk gegen den Weiterbetrieb der EnBW-AKWs Philippsburg II und Neckarwestheim II. In Redebeiträgen von Harry Block und Herbert Würth wurde die Praxis der gefälschten Sicherheitsprotokolle, wie sie in Philippsburg erstellt und mit denen ein gravierender Sicherheitsmangel vertuscht und geleugnet wurden, scharf kritisiert. Die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen wurde gefordert, da der Weiterbetrieb ein nicht beherrschbares Risiko katastrophaler Unfälle darstellt und es kein sicheres Endlager geben wird.
Vor dem Atomkraftwerk wurde von den AktivistInnen in einer sehr eindrücklichen Aktion deutlich gemacht, dass auch der letzte Gedanke an eine angebliche Sicherheit von Atomanlagen aufgrund der schweren Faktenlast zerplatzen muss:

Es gibt keine sicheren Atomkraftwerke.

Die Anwesenden machten die Konsequenz daraus durch ihren gemeinsamen Abschlussruf bei der Kundgebung mehr als deutlich:
Atomkraftwerke abschalten - sofort!

  • Im Artikel hier unter "weiterlesen" findet Ihr Fotos zur Aktion.
  • Hier finden sich Audio-Mitschnitte der Redebeiträge
  • Für den kommenden Dienstag (10. Mai 16) laden die AtomkraftgegnerInnen zur Teilnahme an der Protestaktion vor der Hauptversammlung der EnBW ab 08:00 Uhr ein - vor die Karlsruher Stadthalle.

Die Südwestdeutschen Anti-AKW-Initiativen rufen zur Abschalt-Demo am Samstag, den 07.05.2016 nach Philippsburg auf.
Demo "Atomausstieg sofort - EnBW-Atomkraftwerke Philippsburg II und Neckarwestheim II stilllegen!"
Hier im Artikel findet Ihr eine kurze Programm-Übersicht.

Atomausstieg sofort! Kundgebung & Demonstration
Samstag, 7. Mai 2016, 14:00 Uhr, Marktplatz Philippsburg

Weiterlesen: EnBW-Atomkraftwerke Philippsburg II & Neckarwestheim II stilllegen!Infos zum Programm/Ablauf hier!

Leugnen, abwiegeln und vertuschen: Das AKW Philippsburg II hat eine langjährige Skandalserie. Jetzt noch gefälschte Sicherheitsprotokolle.
Es reicht - Stilllegung sofort!

1998: falsch ausgelegte Notkühlpumpen - 2001: Füllstand an allen vier Flutbehältern des Notkühlsystems hat nicht die vorgeschriebene Höhe - über 17 Jahre nach jeder Revision zu niedere Füllstände – 2004: Entdeckung diverser gravierender Sicherheitsmängel, EnBW + Atomaufsicht verschieben deren Beseitigung jahrelang - 2005: Totvolumen bei Notkühlung nicht berücksichtigt – 2012: Brief von AKW-Mitarbeitern an die Atomaufsicht, aus Kostengründen werde bei Sicherheitsmaßnahmen geschludert und die Atomaufsicht getäuscht. Alles ohne Folgen für die EnBW. Atomaufsicht „gute Nacht“!

EnBW Geschäftsführung: Durch Verträge mit dem russischen Lobbyisten Bykow entstanden 280 Millionen Euro an Schaden. Deshalb wurde gegen sieben (ehemalige) Vorstände ermittelt. Vier auf Schadenersatz verklagt, auch Hans-Josef Zimmer auf 80 Millionen Euro. Der sitzt jedoch trotz Gerichtsverfahren immer noch als Technikvorstand in der EnBW-Geschäftsführung. Seine Bezüge wurden nicht gekürzt und mit Zustimmung des Aufsichtsrates in diesem Jahr sein Vertrag sogar bis 2021 verlängert!

Weiterlesen: Sofortige und endgültige Stilllegung der AKWs Philippsburg 2 und Neckarwestheim 2! Das Kartenhaus der angeblichen Sicherheit von Atomkraftwerken bricht immer mehr in sich zusammen. Schon immer besteht bei den AKWs ein nicht beherrschbares Risiko katastrophaler Unfälle, und dennoch wurden immer mehr Sicherheitsreserven eingespart, die Erfahrungen von Tschernobyl und Fukushima ignoriert, die extreme Anfälligkeit der Atomanlagen für Anschläge wird verleugnet und der Katastrophenschutz verdient seinen Namen nicht, denn vor den Folgen eines Super-GAUs kann und will er nicht schützen.

(Presseerklärung der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen, 29. Juni 2015) Zur Ankündigung der Bundesumweltministerin Barbara Hendriks, ab 2017 die in La Hague und Sellafield lagernden 26 CASTOR-Behälter an vier AKW-Standorten zwischenzulagern, erklären die Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen:

Weiterlesen: Castor-Transport Ankündigung für 2017Die geplanten CASTOR-Transporte stellen einen erneuten Fall von unverantwortlichem Atommülltourismus dar. Es gibt nirgendwo ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll. Somit muss davon ausgegangen werden, dass die Behälter auf unabsehbare Zeit an den genannten Standorten bleiben und die dort ohnehin schon vorhandenen Gefahren erhöhen. Das noch dazu in Lagerhallen, die heute, nach dem Urteil über die CASTOR-Halle in Brunsbüttel, so nicht mehr genehmigungsfähig wären.

In einer Gruppe vor Ort was bewegen.
Mit den südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen aktiv gegen Atomanlagen.

Der seit inzwischen über 15 Jahre bestehende Zusammenschluss parteiunabhängiger Gruppen der Anti-Atom-Bewegung aus Südwestdeutschland arbeitet für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Wir sind basisdemokratisch organisiert und verstehen uns als Teil einer linken, emanzipativen, sozialen Bewegung.

Die Aktivitäten reichen von Infoständen über Mahnwachen bis hin zu Großveranstaltungen, wie die Umzingelung am AKW Biblis. Es können auch mal ein unangemeldeter Besuch einer Atomanlage oder koordinierte oder spontane Aktionen gegen Atomtransporte sein.

Und natürlich fahren wir auch gemeinsam zu Veranstaltungen und Aktionen ins Wendland, nach Frankreich oder woanders hin. Denn wir kehren nicht nur vor der eigenen Haustür, Atomanlagen gehören überall stillgelegt, weltweit.

Aber nicht nur „Aktion“ steht auf unserem Programm, wir diskutieren auch die gerade anstehenden politischen Ereignisse, wir entwickeln Strategien, erarbeiten Perspektiven, sammeln die theoretischen Grundlagen für unsere Arbeit. Wir wissen, dass es ohne Atomkraft geht und wir wissen, dass und auch warum der Atomstaat existiert. Und nur deshalb können wir ihn angreifen.

Delegierte der an dem Zusammenschluss beteiligten Gruppen treffen sich regelmäßig ca. alle zwei Monate zum Austausch und zur Koordination. Gemeinsam erreichen wir mehr.

Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen gibt es in Freiburg, Tübingen, Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, Waghäusel, Bamberg, Heidelberg, Mannheim, Worms, Darmstadt, Kaiserslautern, Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Marburg, Trier, Köln.

http://www.atomausstieg-sofort.de