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Am 29. Jahrestag des Supergaus von Tschernobyl (26.04.2015) haben über 350 Menschen in Philippsburg für den sofortigen Atomausstieg demonstriert. Die südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen werten die Zahl der Demonstranten als einen Erfolg der Anti-AKW-Bewegung. Denn dies war seit vielen Jahren die erste Demonstration in Philippsburg mit dem Motto:

Philippsburg II abschalten – Atommüll stoppen!

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Nach der Auftaktkundgebung auf dem Marktplatz in Philippsburg ging es mit Anti-Atom-Fahnen und Transparenten zum Atomkraftwerk.

Dort haben viele Teilnehmer der Demonstration ihre Meinungen und Stellungnahmen auf Plakaten am Zaun der beiden AKWs hinterlassen. In den Redebeiträgen wurde der  sofortige Atomausstieg gefordert und das ungelöste Problem mit dem Atommüll dargestellt. Kritisiert wurde das geplante Vorgehen von EnBW und Umweltministerium beim geplanten Abriss von Philippsburg I. Dargestellt wurde die Stärke der Anti-AKW-Bewegung: immer dann wenn sie eigenständig und aktionsorientiert vorging, war sie politisch erfolgreich.

Der erste CASTOR kam aus Philippsburg

Am 25.04.1995 fand der bundesweit erste CASTOR-Transport nach Gorleben statt. Er startete in Philippsburg. Bis heute, 20 Jahre später, hat sich das ungelöste Atommüllproblem noch drastisch verschärft. In Philippsburg, in Karlsruhe, an allen Atomanlagen in Deutschland gibt es zehntausende von Tonnen an strahlendem Atommüll. Der jahrzehntelange Umgang damit bestand nur aus Scheinlösungen, die bisherige Endlagersuche ist gescheitert, Gorleben nicht geeignet. Die Standortlager sind für 40 Jahre genehmigt. Der langfristige weitere Umgang damit ist vollkommen ungeklärt. Nur wenige Jahrzehnte Atomstromproduktion hinterlassen strahlenden Atommüll für Jahrtausende.

„Der erste Schritt zur Eindämmung des Problems mit dem Atommüll ist das Abschalten aller noch 9 laufenden Atomkraftwerke. Es ist heute schon klar, dass der Atommüll noch für viele weitere Jahrzehnte vor Ort gelagert werden muss. Der langfristige Umgang damit ist vollkommen ungeklärt“, so Raschke für die Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen.

Schon jetzt erzeugen die regenerativen Energien 30% des bundesweiten Strombedarfs. „Der weitere dezentrale Ausbau von Windkraftanlagen und Fotovoltaik und der verstärkte Einsatz von Blockheizkraftwerken ermöglicht eine rasche regenerative Energiewende“,  betont Würth.

 

RednerInnen der heutigen Demonstration waren:

- Harry Block, BUND Atom-Experte, Karlsruhe
- Michael Wilk, Arzt, Autor und Umweltaktivist vom AKU Wiesbaden
- Cecile Lecomte, Umweltaktivistin, Aktionskletterin
- Wolfram Treiber, Rechtsanwalt, Atomgruppe Karlsruhe

 

(Aus der Presse-Info der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen)

Danke für Eure Unterstützung heute! Mehr zur Demo findet Ihr hier unter Demo 26.04.15