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Anti-Atom-Initiative Karlsruhe

Philippsburg II abschalten - Atommüll stoppen - Die Anti-Atom-Initiative Karlsruhe stellt sich vor

Als die Nachricht durch die Presse ging, dass voraussichtlich erst im Jahre 2170 mit einem Endlager für radioaktiven Müll in Deutschland zu rechnen ist, und dass die von den vier großen Energiekonzernen eingestellten 36 Mrd. Euro für die „Entsorgung“ des Atommülls bei weitem nicht ausreichen werden, sondern dass mindestens 70 Mrd. Euro nötig sein werden, wovon die SteuerzahlerInnen dann 34 Mrd. Euro zu übernehmen hätten, wie ging es Ihnen da? Fühlten Sie sich machtlos, hoffnungslos und wütend?
Mehr dazu: Anti-Atom-Initiative Karlsruhe

"Karlsruher Atomtage" (16.-19.Juli 15) (www.atomtage.de)

Früher hätten die Grünen in Karlsruhe bestimmt "Antiatom-Tage" veranstaltet.
Heute veranstalten sie "Atomtage". Dort gibt Frau Kotting-Uhl leider den schlimmsten Atomlobbyisten ein Forum. Keine Ahnung, warum sie das tut. Damit werden wenige aufrechte Leute auf den Podiumsdiskussionen verschlissen. Muss das sein?

 

Schon die Auftaktveranstaltung am 16.7. hat als Thema eine vergiftete Frage: "Haben wir genug Energiewende für den Atomausstieg?"
Das heißt doch, die Gefahren der Atomkraft zu relativieren. Wie wäre es mit: "Haben wir genug Atomausstieg für die Energiewende?" Sieht man von den Veranstaltern ab, dann bleibt auf dem Podium nur noch Frau Dahlbender vom BUND als Atomgegnerin gegenüber zwei Atomlobbyisten. Über Sicherheit ausländischer AKWs äußern sich am nächste Tag hauptsächlich Grüne, denn die Abschaltung fremde AKWs lässt sich leicht fordern, aber beim Thema Sicherheit von AKWs in Deutschland mutet man es dann Harry Block vom BUND Karlsruhe zu, alleine gegen einen Extremlobbyisten (Güldner) und gegen einen vom Atomgegner zum Atomverteidiger gewandelten Michael Sailer anzutreten.

Ebenfalls eine merkwürdige Podiumszusammensetzung gibt es am dritten Tag zum Thema Atommüll. Wieso braucht es da einen AKW-Standortbürgermeister auf dem Podium? Und warum sitzt zwar ein Teilnehmer der Endlagersuchkommission (Klaus Brunsmeier vom BUND) auf dem Podium und nicht auch ein Gegner der Kommission?
Neben einem uns nicht bekannten Grünen aus der Standortgemeinde der vielleicht schlimmsten Atomanlage Deutschlands, dem Kernforschungszentrum Karlruhe (KIT Nord) darf dann noch Marcos Buser Platz nehmen, um von der Schweizer Endlagersuche zu berichten (Ihr kennt Marcos Buser vielleicht aus dem Film "Die Reise zum sichersten Ort der Erde").

Hätten es nicht diese drei Menschen (Brigitte Dahlbender, Harry Block, Marcos Buser) verdient, dass es im Publikum Gleichgesinnte gibt, dann würden wir vom
Besuch der Podiumsdiskussionen dringend abraten.

2 Links zur Schweiz:

Blog von Marcos Buser und seinem Kollegen: http://www.nuclearwaste.info

beispielhaft ein Zeitungsartikel:
http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/ein-endlager-ist-den-akw-betreibern-nicht-egal-129260440)


Am absurdesten die Zusammensetzung des letzten Podiums, Thema "Transmutation":
3 Leute von der Atommafia, darunter einer mit besonders parteilicher Vorgeschichte, nämlich Prof. Thomauske, der im Programm nur unverfänglich als  Hochschulinstitutsleiter angekündigt ist, dann ein Vertreter vom abgedrifteten Öko-Institut, und dann als einzige nicht wirtschaftlich mit der Atomwirtschaft verbandelte Teilnehmerin Frau Kotting-Uhl. Wofür soll so eine "Debatte" gut sein?


Aus dem restlichen Programm empfehlenswert:

- Augenzeugenbericht des heute 91-jährigen Antiatom-Pioniers Wilhelm Knobloch
- Lesung mit Prof. Dr. Wolf Schluchter und seinem Atomkrimi "Der Gral"
- Evtl. auch ein Tschernobyl-Spielfilm am Sonntag morgen